Webangebot der Pfarreiengemeinschaft Brohltal


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Pfarrkirchen und Dorfkapellen

Hier werden unsere unsere Kirchen und Kapellen jeweils in einem Kurzportrait vorgestellt.
Eine reich bebilderte Darstellung dieser und weiterer Kirchen und Kapellen finden Sie in dem Buch:

Walter Müller: Kirchen, Kapellen, Kreuze in der Verbandsgemeinde Brohltal und Nachbarorten.
Für nur 16,90 € ist es in den Pfarrbüros in Burgbrohl und Niederzissen, sowie bei der Tourist-Information der Verbandgemeinde erhältlich.


Kirche Burgbrohl
St. Johannes der Täufer
Burgbrohl

Erbaut wurde die Burgbrohler Pfarrkirche in den Jahren 1907/08 im neugotischen Stil, dessen auffälliges Merkmal der Höhendrang als Verkörperung des Strebens zu Gott ist. Die filigrane Bauweise mit Spitzbögen und einem sich nach oben verjüngenden Turm tragen zur Betonung der Vertikalen bei.
Die aus vielen kleinen bunten Glasscheiben zusammengesetzten Glasmalereien der Fenster stellen Szenen aus dem Alten und Neuen Testament dar. Die Lichtverhältnisse im Kircheninnern ergeben sich aus den relativ hoch angebrachten Fenstern. Die Helligkeit des oberen Bereichs symbolisiert das göttliche Licht, unten versinnbildlicht mystisches Halbdunkel das finstere Diesseits.
Der Hauptaltar – ein Flügelaltar, ein Tryptichon – stellt Szenen aus dem Leben des Patrons der Kirche dar. Bei den beiden Seitenaltären handelt es sich um einen Marienaltar und einen Altar zu Ehren des hl. Josef.
2012 erfolgte eine umfangreiche Sanierung der Außenfassade. Pünktlich zur 900-Jahr-Feier der Ortsgemeinde Burgbrohl präsentierte sich das Gotteshaus wieder in alter Schönheit.
Monika Lies, Burgbrohl
Pfarrkirche St. Nikolaus Königsfed
St. Nikolaus
Königsfeld

Die jetzige Kirche wurde 1912 im neugotischen Stil erbaut. Blickpunkt ist die große Altarwand mit 8 Bildtafeln, holzgeschnitzt, farbig gefasst. 6 Bilder sind aus dem Leben Jesu, dazu St. Martin zu Fuß nicht hoch zu Ross, und die Enthauptung des Hl.Paulus. Der kunstvoll umrankte Doppeltabernakel gipfelt in einem 8-Säulen-Tempelchen mit Pelikan, dem Wappentier der Eucharistie. Darüber die Kreuzigungsgruppe mit Maria und Johannes. Messaltar und Ambo geben den notwendigen modernen Akzent, denn wir sind Kirche von heute und nicht von gestern.

Imponierend das neugotische Gewölbe, besonders über dem Altarraum. Die Verschiedenheit der Seitenschiffe, neogotisch links mit Marienaltar, streng romanisch rechts mit Nikolausaltar, ist baugeschichtlich bedingt.

Eine Vorgängerkirche ist urkundlich schon 1226 erwähnt, ist also älter. Es war eine 3-schiffige romanische Pfeilerbasilika, geostet, der aufgehenden Sonne entgegen. Mehrfach zerstört, wurde sie immer wieder aufgebaut, ohne Zuschüsse! Der Turm wurde mehrfach erhöht. Der alte Altarraum (Chor) ist heute Taufkapelle. Der Vorraum unter der Orgel ist das alte rechte Seitenschiff , - die Gewölberippen von 1532 stehen auf köstlichen figürlichen Konsolen.

Helmut Reichelstein

St. Germanus Niederzissen
St. Germanus
Niederzissen

Das im Jahre 1250 geweihte Gotteshaus entstand auf den Grundmauern eines um 1150 errichteten romanischen Vorgängerbaues im spätromanischen Übergangsstil zur Gotik, wobei Chor, Langhaus und Turm eine Aufstockung erfuhren. Weist bereits der alte Taufstein auf eine lange Tradition als Taufkirche hin, so ist der Kirchenpatron, Bischof Germanus von Auxerre (378 - 448/450 n. Chr.), zeitlich und räumlich dem Übergang vom Römischen zum Frankenreich zuzuordnen.
Mit dem Kirchenbau haben auch die Glocken von 1337, 1462 und 1728 die Jahrhunderte überdauert, so dass nach 1945 lediglich die zerstörten Chorfenster zu ersetzen waren. Als unter Pfarrer Mettler die Kirchenerweiterung anstand, gelang es Baurat Vogel, eine Symbiose von alt und neu herzustellen (1966-68): Seitdem präsentiert sich die spätromanische Kirche mit ihrem markanten Turm sowie dem im spitzen Dachreiter auslaufenden zeltförmigen 7-eckigen Anbau mit dem großen Pfingstfenster als neuer Kirche mehr denn je als für das Ortsbild von Niederzissen zentral prägendes Gebäude.
So verkörpert sie Tradition, Geschichte und Moderne als eine der Hauptkirchen unserer Pfarreiengemeinschaft.
Dr. Wolfgang Dietz, Galenberg

ID=34335 (Bezeichnung fehlt)
St. Antonius Abt
Oberzissen

Die jetzige Kirche in Oberzissen wurde 1960 gebaut.

Die Mauer an der Seite zum Kirchberg hin soll noch von der im 15. Jahrhundert erbauten Kapelle stammen, die die Herren von Burg Olbrück errichten ließen. Die letzte von vielen Erweiterungen und Restaurierungen war 1921, als Oberzissen gerade eigenständige Pfarrei wurde.

Infolge schwerer Schäden im Mauerwerk wurde ein Neubau notwendig. Architekt war Karl-Peter Böhr, der auch die Keramiktafeln des Kreuzweges gestiftet hat.

Aus der früheren Kirche sind der ehemalige Hochaltar (um 1700) mit Figuren von St. Georg und St Antonius, die Kreuzwegstationen auf der rechten Seite und hinter dem Ambo die vier Evangelisten. Eine herrliche, aus dem 16. Jahrhundert stammende Holzstatue des Kirchenpatrons, die aus dem zerfallenen Kloster Tönisstein stammt, wird nur an besonderen Festtagen gezeigt.

Rechts vom Tabernakel steht eine neue, aus Basaltstein geschaffene Statue des Kirchenpatrons. Ein Schwein auf dem Sockel und der Einsiedlerstab in der rechten Hand sind Attribute, die sich auf den Abt Antonius (+ 356) beziehen.

Hans Schmitz, Oberzissen

St. Remigius Wassenach
St. Remigius
Wassenach

Der hl. Remigius, Bischof von Reims, taufte 496 den Frankenkönig Chlodwig, was der Verbreitung des Christentums in Europa einen besonderen Schub gab. Die Taufszene ist über dem Eingangsportal der Kirche dargestellt.

Der kleinere Kirchturm stammt von einer älteren Kapelle, die 1322 erstmals erwähnt wird.

Die jetzige neoromanische Kirche wurde 1852 geweiht, acht Jahre nach der Erhebung Wassenachs zur Pfarrei. Der hohe Turm war erst 1898 vollendet. In ihm läuten vier Glocken: die Remigius-Glocke von 1560, sowie die Christkönigs-, Muttergottes- und Josefsglocke, alle von 1952.

Altar, Ambo, Kreuz und Osterleuchter wurden 1974 von Hans Gerhard Biermann von den Maria Laacher Kunstwerkstätten aus Muschelkalk und/oder Bronze gefertigt.

Der Hochaltar von 1771 aus Marmor enthält den Tabernakel und zeigt die Bischöfe Augustinus, Remigius und Ambrosius, sowie die Märtyrer Sebastian und Luzia.

Der Kreuzweg aus Terrakotta wurde um 1900 hergestellt.

Die romantische Orgel von 1854 wurde 1975 grundlegend restauriert.

Das Fenster der Taufkapelle ist in Bild und Farbstellung eine Auslegung der Taufe.

nach einer Kirchenbeschreibung von Horst Wilbert (+)

St. Potentinus Wehr
St. Potentinus
Wehr

Wehr gehörte 900 Jahre – bis 1802 – zur Prämonstratenser-Abtei Steinfeld in der Eifel. Um 1230 erbaute Steinfeld eine neue Kirche in Wehr, deren romanischer Turm heute noch steht. Von 1700 bis 1702 wurde jedoch ein neues, größeres Kirchenschiff an diesem Turm errichtet. Dabei erhielt die Kirche eine gänzlich andere Inneneinrichtung. Die Mönche in Steinfeld hatten sich (für deutsche Verhältnisse sehr früh) zur neuen Stilrichtung des „Barock“ entschieden. Sie statteten die neue Kirche in Wehr mit einer Überfülle barocker Pracht aus. Drei machtvolle Altäre mit einer Vielzahl von Heiligenfiguren, Engeln und Putten sowie barockem Dekor beherrschen den Raum. Und verteilt über Altäre und Seitenwände stehen in Lebensgröße, aus Lindenholz geschnitzt, alle 12 Apostel, ausgeführt in elitärer Schnitzkunst in lebhaften Gebärden naturgetreu dargestellt bis ins Detail. Schöpfer dieser barocken Kunstwerke aber war der Prämonstratenser-Laienbruder Michael Pirosson – ein Sohn unserer Gemeinde, der im Oktober 1645 in Wehr geboren wurde.

Bruno Andre
St. Silvester Brenk
St. Silvester
Brenk

Pfarrei Wehr

Die jetzige Kapelle wurde 1867 nach dem Plan des Baumeister Hermann Nebel aus Koblenz fertig gestellt Die je vier Fenster an den Längsseiten haben Spitzbögen, während an der Giebelseite eine Fensterrose zu sehen ist. Im Innenraum befinden sich auf den Säulen verzierte Kapitelle, von denen die Gewölberippen zum Tragen der Decke ausgehen. Die Kapelle sowie der Altar sind im neugotischen Stil. Die Sakristei wurde im Jahre 1927 angebaut und 1948 eine Empore errichtet. Die rustikale hölzerne Kommunionbank wurde nach dem 2. Vatikanum zu einem Zelebrationsaltar umgebaut.

In kirchlichen Unterlagen ist bereits im Jahre 1738 eine Kapelle erwähnt und Silvester sei in Brenk ein hoher Festtag gewesen. Der Altar aus der ehemaligen Kapelle ging nach Rodder. Die Glocke, vermutlich noch aus der vorherigen Kapelle, musste im Krieg Brenk für immer verlassen. In den ersten Nachkriegsjahren wurden zunächst Stahlglocken und im Jahre 1986 zwei Bronzeglocken angeschafft. Auf der Statue des hl. Silvester, die noch aus der früheren Kapelle stammt, befinden sich als Attribute des Heiligen auf der einen Seite ein Ochse und auf der anderen ein Pferd, die das Patronat der Landwirtschaft andeuten.

An der Stelle der alten Kapelle, die nach 1867 zur Aufbewahrung von gemeindeeigenen Geräten (u.a. Feuerwehr) diente, steht die neue Gemeindehalle. Wie bereits vor nahezu 300 Jahren ist Silvester für Brenk auch heute noch einer hoher Festtag (Kirmes), der am Vormittag mit einem feierlichen Festamt zu Ehren des hl. Silvester eingeleitet wird.

Hans Schmitz, Oberzissen

St. Mariä Geburt Dedenbach
St. Mariä Geburt
Dedenbach

Pfarrei Königsfeld
Unsere alte Kapelle von 1509 wurde 1884 wegen Einsturzgefahr abgerissen. Im selben Jahr begannen die Vorbereitungen für einen Neubau. Die Bewohner Dedenbachs waren begeistert und leisteten kostenlos Hand- und Spanndienste. Die Steine für den Bau wurden am „Jäskopp“ gebrochen. Am 14. September 1885 wurde sie von Pastor Theisen zu Ehren der Muttergottes (Mariä Geburt) geweiht. Der barocke Altaraufsatz aus dem 17.Jahrhundert mit den Holzfiguren der Pestheiligen Sebastian und Rochus wurde aus der alten Kapelle übernommen. Die 14 Kreuzwegstationen, Bestuhlung und Kommunionbank wurden gestiftet. 1938 wurde nachträglich ein Tabernakel in den Altar eingearbeitet.
In beiden Weltkriegen musste je eine Glocke für die Rüstungsindustrie abgeliefert werden. Glücklicherweise kam die für den zweiten Weltkrieg abgegebene Glocke unversehrt heim, und ruft uns täglich zum ‚Ave Maria’.
In den Jahren 1975 – 1977 wurde die Kapelle erstmals renoviert und restauriert. In der die Nacht vom 3. auf den 4. Dezember 1980. brach ein Schwelbrand aus. Glücklicherweise brannte sie nicht ab. Heute haben wir eine wunderschöne Kapelle, in der noch regelmäßig Gottesdienste stattfinden.
Marianne Breuer, Dedenbach
Am 23.2.2015 wurde ein Kapellenverein gegründet. Bitte besuchen Sie seine Internetseite (neues Fenster):
http://www.dedenbach.brohltal.de/index.php/vereine/kapellenverein-dedenbach
St. Rochus Galenberg
St. Rochus
Galenberg

Pfarrei Wehr

Erbaut 1729, erhielt die Kapelle 1739 ihre erste Glocke, die 1942 kriegsbedingt eingeschmolzen wurde.

Im 20. Jahrhundert wurde die Kapelle zu klein, so dass man 1951 eine Erweiterung plante und 1954 mit einem seitlichen Anbau realisierte, der die Bänke der Frauenseite, einen Beichtstuhl sowie die Sakristei aufnahm. Der alte Kapellenteil bildete fortan den Männerflügel. Im Winkel beider Trakte befindet sich seitdem ein moderner Altar aus hellem Stein. 1966 stand erneut eine Renovierung an.

Inzwischen war auch die stählerne Ersatzglocke, welche die Gemeinde nach 1945 hatte erwerben können, in die Jahre gekommen. Deshalb entschloss man sich 1983 zur Beschaffung einer neuen Bronzeglocke mit elektrischem Antrieb. Dies bedeutete für die kleine Zivil- und Kirchengemeinde eine große Herausforderung. Nach der Montage im denkmalgeschützten Zwiebelturm am 14.12.1983 erfolgte die feierliche Glockenweihe am 08.01.1984. Um der vatikanischen Liturgiereform gerecht zu werden, wurde im Zuge der letzten größeren Baumaßnahme von 1990 der Steinfußboden erneuert und der Altar zum Volk hin versetzt.

Die Seelsorge in Galenberg versahen jahrzehntelang die Arnsteiner Patres, allen voran P. Meinolf Smeddink und P. Eugen Loos.

Dr. Wolfgang Dietz, Galenberg

St. Briktius Glees
St. Briktius
Glees

Pfarrei Wehr

St. Wendalinus Hain
St. Wendalinus
Hain

Pfarrei Oberzissen

Im Jahre 1938 wurde in Hain  an der Stelle eine neue Kapelle gebaut, wo vorher eine mehr als 200 Jahre alte kleine baufällig gewordene Kapelle stand. Zunächst wurde der Altar mit dem Bild des Patrons St. Wendelinus, das auch heute noch vorhanden ist, aus der ehemaligen Kapelle übernommen. Zur Notzeit des zweiten Weltkrieges wurde ein neuer Altar mit Hilfe von gespendeten Naturalien der örtlichen Landwirte angeschafft. Dieser aus Tuffstein auf einem Steinsockel stehende Altar war zunächst für die älteren Bewohner etwas gewöhnungsbedürftig. Er ist jetzt insofern eine Besonderheit, da er der erste Altar im Bistum Trier ist, der den Reformen des II. Vaticanums entspricht.

Im Altarraum befindet sich eine Pietà, die aus dem 16. Jahrhundert stammt. Ebenso steht in der Kapelle eine Holzstatue, die den hl. Wendelinus mit einem Schaf auf dem Rücken zeigt, die von einem Hobby-Künstler geschnitzt und gestiftet wurde. Der hl. Wendelinus ist in St. Wendel /Saarland begraben. Pastor Karl Scholtes, der aus diesem Ort stammt, wo es Tradition war, am Pfingstmontag die Pferde zu segnen, führte diesen Brauch auch im Jahre 1952 in Hain ein. Der Tag ist inzwischen zu einem beliebten Volksfest geworden. Die Kirmes (Kirchweih) in Hain wird natürlich nach wie vor am Wendelinustag, 20. Oktober, bzw. dem darauf folgenden Wochenende gefeiert.

Hans Schmitz, Oberzissen


St. Thekla Niederdürenbach
St. Thekla
Niederdürenbach

Pfarrei Oberzissen

St. Cornelius und Cyprianus Oberdürenbach
St. Cornelius und Cyprianus
Oberdürenbach
Pfarrei Oberzissen

Der älteste Teil der heutigen Kapelle St. Cornelius und Cyprianus ist der Hochaltar aus dem 17. Jahrhundert. Auf ihm befinden sich Figuren des heiligen Cornelius, der heiligen Barbara sowie der Gottesmutter Maria.

Die komplette Kapelle wurde 1754 (die Jahreszahl kann man heute noch über einer der beiden Eingangstüren erkennen) fertiggestellt. Rechts neben dieser Eingangstür befindet sich ein überdachtes Kreuz mit Corpus aus dem Jahre 1898. Von 1891 – 1894 wurde die 11,3 Meter lange und 5,38 Meter breite Kapelle saniert und mit 14 Kreuzwegstationen, gestiftet von Pastor Volk aus Niederzissen, verschönert. Die Junggesellen brachten 1954 zwei Gedenktafeln für die Opfer beider Weltkriege an. Damit die gläubigen, die sich heute alle 14 Tage freitags zur Feier der heiligen Messe in der Kapelle versammeln, nicht mehr frieren mussten, wurde 1978 eine Heizung eingebaut. Seit dem 2. Weltkrieg mussten die Oberdürenbacher ohne echte Kirchenglocke auskommen, bis 1993 endlich eine neue Glocke geweiht und eingebaut wurde.

Christian Reuter, Oberdürenbach

St. Maria Himmelfahrt Rodder
St. Maria Himmelfahrt
Rodder

Pfarrei Niederzissen

„Baufällig und zu klein“. So beschlossen die Bürger von Rodder eine neue Kapelle zu bauen. 1867 war die Grundsteinlegung. 1869 war die Kapelle fertig gestellt und zur Ehren der Himmelfahrt Mariens geweiht worden. Sie ist im gotischen Stil ausgeführt und wurde als die schönste Kapelle der Pfarrei Niederzissen bezeichnet. Der Altar wurde der alten Brenker Kapelle entnommen und in Rodder aufgestellt. Pastor Volk von Niederzissen schenkte ein gutes Ölgemälde „Mater dolorosa“.1889 wurden 14 Kreuz­wegstationsbilder angeschafft. Der Rosenkranzverein stiftete eine Tafel mit den Klagen des Heilandes.

Das alte Altarbild zeigt die Darstellung Marias Aufnahme in den Himmel. 1872 war die Kapelle zur Darbringung der Hl. Messe noch nicht bereit. 1942 musste auch Rodder seine Glocke abliefern. 1950 und 1978 wurden neue Glocken beschafft. Im Jahre 2006 wurde eine neue Glocke gestiftet und zu Ehren Mariens geweiht. Besonders sind auch die Dienste von Pfarrer Pellio und Pfarrer Drees zu erwähnen. Der langjährige Küster und Organist Ludwig Schröder, der dieses Amt von 1920 bis 1966 ausführte, stiftete seinen Lohn für den Neubau der Kirche in Niederzissen. Die Rodderner haben somit ein schönes Gotteshaus.

Andreas Schröder, Rodder

St. Johannes der Täufer Schalkenbach
St. Johannes der Täufer
Schalkenbach
Pfarrei Königsfeld

Mitten im Dorf steht sie, unsere schmucke Kapelle, die 1748 errichtet wurde. Den Bruchsteinbau ziert ein viereckiger Dachreiter mit achteckigem Helm. Eine kleine Sakristei ist an der Südseite angebaut.

Beim Eintritt in das Kirchlein fällt der Blick auf ein Kupferkreuz und die Statue des Namenspatrons, sodann auf den Altar, einen Tuffsteinblock mit rundum eingemeißeltem Dornenkranz. Farbige Terrakotta-Kreuzwegstationen an den Längsseiten laden zur Betrachtung ein.

Fünf Fenster erhellen die Kapelle. Das über dem Eingang stellt den hl. Wendelinus dar. Im rechten Fenster des Chorraumes sind ein Kreuz und eine Wasserschale zu sehen, Symbole für die Taufe Jesu durch Johannes. Das linke Fenster zeigt ineinandergefasst die Buchstaben A / M (Ave Maria), aus deren Mitte eine Blume sprießt. Es stellt eine Verbindung her zur unterhalb stehenden Muttergottesstatue. Ihr zur Seite befindet sich eine Figur des hl. Josef.

1998 wurden umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt, sowie ein elektrisches Glockengeläut installiert. Zum 250. Geburtstag, der während der Kirmestage 1998 gefeiert wurde, weihte Dechant Pater Wagner erneut unsere Kapelle ein und segnete zwei neue Glocken, die seitdem zum Gebet und Gottesdienst rufen.

Magdalena Noner

St. Mariä Geburt Schelborn
St. Mariä Geburt
Schelborn

Pfarrei Oberzissen

Im Jahr 1883 erbaut, erhielt die Schelborner Kapelle im Jahr 1949 einen Anbau, durch den man heute das Gotteshaus betritt. Zunächst fällt links ein Holzkreuz mit zwei Tafeln zum Gedenken an die Kriegsopfer beider Weltkriege auf. Das Hauptschiff hat eine hölzerne Flachdecke, wogegen der lichtdurchflutete Chorraum mit Kreuzgewölbe erbaut wurde. Der Chorraum wird flankiert von zwei Heiligenfiguren: in Sichtrichtung Altar links das Herz Jesu, rechts die Namenspatronin Maria mit dem Jesuskind. Ferner befindet sich im Hauptschiff an der rechten Wand eine Statue des Hl. Judas Thaddäus. An der gegenüberliegenden Wand markiert ein halbrundes buntes Glasfenster die Stelle, an der sich der Eingang zum ursprünglichen Bau befunden hatte. Der Altar hat einen Steinsockel mit einem hölzernen Aufsatz. Über dem Tabernakel befindet sich in einer von vier Rundsäulen umgebenen Nische ein Kreuz – links außen die Figur des Hl. Josef, rechts die der Hl. Margareta. Gekrönt wird der Altar durch eine Kreuzigungsgruppe. Vor einigen Jahren fanden umfangreiche Sanierungsarbeiten im Innen- Bereich sowie im Umfeld des Gotteshauses statt.

Monika Lies, Burgbrohl

St. Vitus Weiler
St. Vitus
Weiler

Pfarrei Burgbrohl
Die 1271 erstmals erwähnte Kirche Niederweiler wurde 1320 der Benediktiner-Abtei St. Vitus, Mönchengladbach, unterstellt. Diese übertrug Seelsorge und Baulast der Kirche ihrer Propstei St. Servatius, Buchholz. Kirchenrechtlich blieb St. Vitus Nieder-weiler bis 1808 selbstständige Pfarrei mit von Buchholz gestelltem Pater als Pfarrer. Im Zuge der Säkularisation (Bistum Aachen) wurde St. Vitus der jüngeren Pfarrei St. Johannes d. T. in Burgbrohl unterstellt. Dabei blieb es auch nach Wiederherstellung des Bistums Trier 1821.
Ursprünglich romanisch, um 1729 barockisiert (Decke, Fenster, Altar, Tauf-becken, Figurenschmuck) wurde die Kirche 1923-25 unter Beibehaltung des alten Chores erweitert und völlig umgestaltet (Langhausverlängerung, Seitenschiffe, Turm). 1936 folgte die neue Sakristei. Neben ehemals Buchholzer Inventar gelangte auch ein Altar aus dem 1938 zwangsgeräumten Niederheckenbach nach Weiler. 1967 wurde St. Vitus umfassend renoviert. Heizung, elektrisches Glockengeläute, Orgel sowie neue Leuchten standen in den letzten Jahrzehnten an. Ambo und Zelebrations-Altar gemäß der vatikanischen Liturgiereform komplettierten 1992 das Interieur.
Dr. Wolfgang Dietz, Galenberg
St. Maria, Hilfe der Christen Wollscheid
St. Maria, Hilfe der Christen
Wollscheid
Pfarrei Oberzissen

Die Wallfahrtskapelle wurde 1881 aus Basalt erbaut, der aus der nahegelegenen Hannebacher Lay stammte.

Nach dem Betreten der Kapelle fällt der Blick auf den zweigeschossigen Barockaltar mit je einer gedrehten und einer geraden Säule an jeder Seite. Im oberen Giebel des in Weiß mit goldfarbenen
Ornamenten gehaltenen Altars befindet sich ein Bild der Kirchenpatronin, in der darunterliegenden Rundbogennische eine Figur, ein sogenanntes Sitzbild Mariens mit Kind – dem Gnadenbild der Kapelle. Maria im blauen Umhang mit Krone, Zepter und aus Sternen gebildetem Heiligenschein hält das segnende Jesuskind mit Reichsapfel auf den Knien.

Zahlreiche Votivtafeln drücken den Dank für erhörte Bitten aus. Noch heute finden Wallfahrten aus Oberbreisig und Oberzissen statt. Am Übergang von Hauptschiff zum runden Chor stehen zwei Heiligenfiguren: in Sichtrichtung Altar rechts das Herz Jesu, links der Hl. Josef. Die Wollscheider Kapelle ist sicherlich als ein Kleinod im Brohltal zu bezeichnen.

Monika Lies, Burgbrohl

Abteikirche Maria Laach
Abtei Maria Laach
im Gebiet der Pfarrei Wehr